Was wir aus altem Unternehmertum mitnehmen dürfen Teil 1

– und mit digitalen Möglichkeiten verbinden können

Wenn ich heute über altes Unternehmertum, Spiritualität, Digitalisierung und finanzielle Fülle schreibe, dann nicht, um Gegensätze aufzulösen, sondern um sie in Beziehung zu setzen. Es ist kein Marketing-Thema und keine Methode, sondern ein Denkfeld, aus dem mehrere Beiträge entstehen werden. Ein Raum für Einordnung, Verantwortung und eigenes Bewusstsein.

Ich schreibe über Historie, über kaufmännisches Denken und über altes Unternehmertum. Über die Kraft, die entsteht, wenn Handeln nicht aus Überfluss geschieht, sondern aus Bewusstsein. Mir ist wichtig, dass daraus kein Dogma entsteht. Dieser Text soll keine Wahrheit setzen, sondern Orientierung geben – und Raum lassen für deine eigene Verantwortung im Umgang mit Wissen, Geld und Gestaltung.

Weil ich das selbst erleben durfte, in den letzten zwanzig Jahren meiner Unternehmensentwicklung, Mindset und Bewusstsein zu Holistik in der Wirtschaft, von Human Capital und Wohlstandsentwicklung.

Ich schreibe aus übertragenen Informatione aus über zwei Jahrhunderten. Nicht aus Nostalgie, sondern aus der Überzeugung heraus, dass dieses Wissen heute wieder wichtig ist. Wir stehen an einem Punkt, an dem wir altes Denken mit einer neuen Welt verbinden müssen. Technologie – auch künstliche Intelligenz – wird uns nicht ersetzen, solange wir unsere Identität, unsere Urteilskraft und unsere Eigenverantwortung nicht abgeben. Genau darüber möchte ich heute erzählen: über Tradition, Geschichte und über ein Denken, das heute notwendiger ist denn je.

Ich komme aus einer Familie, in der Wohlstand einmal vorhanden war – und wieder verloren ging. Es gab Besitz, Sichtbarkeit, Prestige, kaufmännische Strukturen und Unternehmertum aus Handwerk gehörten ebenso dazu wie Krieg, Brüche und jahrzehntelange Verarbeitung von Verlust. Auf der anderen Seite meiner Familie standen Menschen, die nichts hatten, die migrierten, neu begannen und sich mit ehrlicher Arbeit etwas aufgebaut haben. Gerissen sind meine Herkunft, Stabilität, Glauben an Wohlstand und das aus zwei Linien, zwei Erfahrungen – und ein gemeinsamer Kern: die Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen und aus Bewegung heraus neu zu ordnen. Und das hat mit dir etwas zu tun – denn du kannst auch ohne Background neu anfangen, so wie ich.

Wenn du davon ausgehst, bei null beginnen zu können, verändert sich dein innerer Ausgangspunkt.

Viele denken, dass Unternehmertum einfacher wird, sobald investiert werden kann. Wenn Geld da ist, wenn Sicherheiten bestehen, wenn der äußere Rahmen stimmt. Dann, so die Annahme, wird alles klarer, strukturierter, ruhiger. Doch dabei wird oft übersehen, dass du immer investierst – ob bewusst oder unbewusst. Zeit oder Geld. Aufmerksamkeit oder Energie. Die entscheidende Frage ist nicht, ob du investierst, sondern woraus heraus.

Wenn du davon ausgehst, bei null beginnen zu können, verändert sich dein innerer Ausgangspunkt. Der Ansporn ist dann kein äußerer Druck, sondern ein mentaler Faktor. Entscheidungen entstehen nicht aus Angst vor Verlust, sondern aus der Fähigkeit, etwas aufzubauen. Sicherheiten können Stress reduzieren, ja. Aber sie sind kein Ersatz für innere Klarheit. Für persönliches und unternehmerisches Wachstum ist es keine Schwäche, bei null zu starten – es ist eine enorme Ressource. Weil du lernst, Verantwortung zu übernehmen, Prioritäten zu setzen und deinen Weg bewusst zu gestalten, statt ihm hinterherzulaufen.

Altes Unternehmertum war nicht immer erfolgreich. Diese Wahrheit wird heute oft romantisiert oder vollständig ausgeblendet. Viele Familien kannten keinen linearen Aufstieg. Sie kannten Brüche, Kriege, Enteignung, Neubeginn. Wohlstand war kein Dauerzustand, sondern etwas Fragiles, das immer wieder neu organisiert werden musste. Der eigentliche Wert lag nicht im Reichtum selbst, sondern in der Fähigkeit, aus Krisen zu wachsen. Diese Fähigkeit ist tiefer und tragfähiger als jeder Startvorteil. Sie entsteht nicht im Überfluss, sondern in der Notwendigkeit, Lösungen zu finden.

Kaufmannsfamilien waren selten laut. Sie arbeiteten im Hintergrund. Sie dachten in Zyklen, nicht in Quartalen. In Beziehungen, nicht in Reichweiten. Bücher wurden geführt, nicht inszeniert. Entscheidungen vorbereitet, nicht öffentlich verhandelt. Wohlstand war kein Symbol, sondern ein funktionierender Kreislauf aus Versorgung, Ordnung und Umlauf.

Geld hatte eine Aufgabe. Es sollte tragen – nicht beeindrucken.

Dieses Denken ist heute nicht altmodisch. Es ist hochaktuell.

Soziale medien sind weder beweis noch warheit von authentizität

Vielleicht hast auch du gelernt, dass Erfolg sichtbar sein muss. Dass Reichweite Sicherheit bedeutet. Dass du erst etwas darstellen musst, um etwas zu sein. Digitalisierung wird dabei oft als Abkürzung verstanden. Als Lösung für Unsicherheit. Doch Digitalisierung ist kein Ersatz für Bewusstsein. Sie ist ein Werkzeug. Und jedes Werkzeug verstärkt das, was bereits vorhanden ist. Klarheit ebenso wie Chaos. Wissen ist Bewusstsein. Und Fortschritt entsteht dort, wo beides zusammenkommt.

Es geht nicht darum, dich über Mangel, oder Wohlstand zu definieren oder eine neue Identität anzunehmen, um dich besser zu fühlen.

Und es geht auch nicht darum, anderen zu folgen, die dir erklären, welches Budget du brauchst oder wie Erfolg auszusehen hat. Marketing mit Haltung beginnt nicht im Außen. Es beginnt bei dir.

Unternehmerisches Wachstum beginnt nicht mit einer schönen Webseite, nicht mit einem Kredit, nicht mit einem Werbebudget. Es beginnt mit Identität. Mit der Bereitschaft, deine Haltung zu erkennen, zu entwickeln und zu leben. Die Herausforderungen auf diesem Weg sind kein Fehler im System. Sie sind der eigentliche Wachstumsraum. Sie zeigen dir, in welche Richtung du gehst, wenn du mit deinen Fähigkeiten, Werten und Grenzen arbeitest – nicht gegen sie.

Vielleicht spürst du, dass du mehr Zeit im Hintergrund brauchst. Nicht, weil du Social Media ablehnst, sondern weil du weißt, dass es nur eine Option unter vielen ist. Sichtbarkeit kann unterstützen, aber sie trägt nicht. Ein Business, das nur dort existiert, wo es gesehen wird, ist fragil. Ein Business, das auch ohne Applaus funktioniert, ist stabil.


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Genau hier setzt meine Arbeit an. In der Einzelbegleitung arbeite ich nicht an deiner Außenwirkung, bevor dein Fundament steht. Marketing ist kein Trick und keine Maske. Es ist Übersetzungsarbeit. Deine innere Klarheit wird nach außen verständlich gemacht. Wenn Identität, Haltung und Entscheidungsfähigkeit nicht geklärt sind, bleibt jedes Marketing instabil. Dann entstehen schöne Oberflächen ohne Substanz. Angebote ohne Halt. Systeme ohne innere Ordnung.

Viele junge Unternehmer:innen starten klein. Ohne Sicherheitsnetz. Ohne Kapital. Oft mit dem Gefühl, etwas aufholen zu müssen. Das ist kein Nachteil. Es ist ein Erfahrungsraum. Wer gelernt hat, aus dem Nichts zu handeln, bleibt beweglich. Entscheidungen werden bewusster. Wachstum wird vorbereitet statt erzwungen. Genau hier entsteht Human Capital – die Fähigkeit, mit Unsicherheit umzugehen, Verantwortung zu tragen und Wissen aufzubauen.

Und genau dieses Wissen ist dein größtes Gut.

Das System des alten Unternehmertums darf in die neue Welt übermittelt werden. Nicht als starre Anleitung, nicht als Dogma. Sondern als tragfähige Struktur. Damit du als Gründer:in oder Selbstständige:r nicht nur sichtbar wirst, sondern handlungsfähig bleibst. Damit du mit Strategie und System dein Wissen vermitteln kannst – angewandt, durchlebt, verkörpert.

In einer Zeit, in der Informationen überall verfügbar sind, wird nicht Wissen knapp, sondern Orientierung. Das System, von dem ich spreche, ist kein Marketingtrick. Es ist ein inneres Ordnungssystem. Es hilft dir, Entscheidungen zu treffen, Inhalte zu strukturieren und Angebote zu entwickeln, die nicht von Trends abhängen. So wird Digitalisierung nicht zur Abhängigkeit, sondern zur Brücke.

Zwischen alter Unternehmenskultur und neuer Welt. Zwischen Handwerk, Dienstleistung und Strategie. Zwischen innerer Haltung und äußerer Wirkung.

Warum Unternehmertum nicht einfacher wird, nur weil Geld da ist


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Wohlstand, der so entsteht, fühlt sich nicht fremd an. Er fühlt sich stimmig an, weil er nicht aus Mangel geboren wird, sondern aus Entscheidung. Wenn du dein Business auf diese Weise aufbaust, beginnt alles mit Bewusstsein. Nicht mit Kampf. Nicht mit Vergleich. Sondern mit der Erlaubnis, deine eigene Identität zu leben – und aus ihr heraus zu handeln.

Es ist oftmals besser beu Null zu starten, als über Jahre an etwas krampfhaft festzuhalten.

Bei null zu starten ist keine Schwäche, sondern eine Ressource

Mehr zu diesem Ansatz findest du auch in meinem Buch „Marketing mit Haltung“, in dem ich die Verbindung zwischen innerer Ausrichtung, Kommunikation und unternehmerischer Entscheidung weiter vertiefe. Nicht als Anleitung zum Reichwerden, sondern als Fundament für tragfähiges Wachstum.

Jetzt beginnt ein neuer Wirtschaftskreis.

Die neue Welt braucht nicht noch mehr Wissen. Wir sollten lernen und teilen, altes Wissen bewusst zu verkörpern 
und es mit neuen Möglichkeiten verantwortungsvoll in Umlauf zu bringen.

Ich habe diesen Artikel heute geschrieben, da ich an das Gute glaube und auch das Wachstum. 

Und nicht, um dir zu sagen, wie du zu leben oder zu arbeiten hast. Sondern um dich daran zu erinnern, dass du bereits mehr in dir trägst, als dir viele Systeme glauben machen wollen.

Verantwortung beginnt dort, wo du dich nicht mehr vergleichst, sondern entscheidest.

Du musst dich nicht entscheiden zwischen Tiefe und Erfolg, zwischen Bewusstsein und Struktur, zwischen Tradition und neuer Welt. Das Entscheidende ist, wie bewusst du verbindest.

Ich habe gelernt, dass Identität nicht vererbt wird, sondern gelebt. Dass Wohlstand kein Versprechen ist, sondern eine Folge von Haltung, Klarheit und wiederholter Verantwortung. Und dass wahre Freiheit nicht dort entsteht, wo alles möglich scheint, sondern dort, wo du weißt, wofür du stehst.

Dieser Beitrag ist eine Einladung, genauer hinzuschauen. Auf deine Geschichte, auf deine Werte, auf die Systeme, denen du vertraust. Nicht, um alles neu zu erfinden, sondern um bewusst weiterzuführen. Denn die neue Welt braucht nicht mehr Wissen. Sie braucht Menschen, die bereit sind, ihr Wissen mit Haltung zu tragen – und es verantwortungsvoll in Umlauf zu bringen.

Im nächsten Beitrag widme ich mich einem Thema, das daraus ganz natürlich folgt: Struktur und Entscheidungen. Wie innere Ordnung entsteht. Warum viele Entscheidungen im Unternehmertum nicht an fehlendem Wissen scheitern, sondern an mangelnder Klarheit. Und wie Struktur kein starres System ist, sondern ein Rahmen, der Freiheit erst möglich macht.

Bis dahin lade ich dich ein, das Gelesene in deinen eigenen Kontext zu setzen. Nicht zu bewerten, sondern zu prüfen. Denn nachhaltiges Unternehmertum beginnt nicht mit Antworten, sondern mit der Bereitschaft, die richtigen Fragen zu stellen.

Wir lesen uns beim nächsten Mal.

Herzlichst, Marie

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